barcelona2016Als 15 Schülerinnen und Schüler sowie drei Lehrerinnen am 03.03.2016 um 6.30 am Bielefelder Hauptbahnhof zusammentrafen, waren sich alle einig, dass viele Erfahrungen und eine fantastische Woche auf sie zukommen würde. Der Weg zum Flughafen dauerte auch gar nicht lang, und auch der Flug ging schneller als erwartet.

In Barcelona angekommen, warteten schon unsere Gastfamilien auf uns und empfingen uns herzlich – genau so wie das schöne Wetter. Wir waren sehr glücklich, unsere Austauschschülerinnen und -schüler nach so langer Zeit endlich wiederzusehen. An dem Tag hatten wir kein Programm, da der Flug uns sehr ausgelaugt hatte, doch wir lernten unsere Gastfamilien kennen und verstanden uns auf Anhieb mit allen sehr gut.

Am nächsten Tag wurden wir in der Schule, die überwältigend ist, willkommen geheißen und bekamen einen Einblick in Sant Ignasi. An dem Tag bekamen wir außerdem den Programmplan für die Woche, die kreativ gestaltet war. Nach einer kurzen Tour über den Campus kam auch schon der Bus, der uns nach Sant Feliu de Guíxols brachte, nördlich von Barcelona.

Nachdem wir ein altes Kloster besichtigt hatten, das in romanischem Stil gebaut ist, hatten wir eine Führung durch den Ort, die an einem Fischermuseum endete. Es war entgegen unseren Erwartungen erstaunlich windig, fast wären wir weggeweht worden. Danach hatten wir freie Zeit in Sant Feliu, die die meisten am schönen Strand verbrachten.

Das Wochenende verbrachten wir mit unserer spanischen Familie. Wir probierten einige spanische Spezialitäten, wie zum Beispiel Tortilla und Patatas Bravas, auch Pan con Tomate schmeckte uns gut.

Am Montag nahmen wir uns vor, Barcelona näher zu erkunden. Eine Führerin brachte uns durch das Barrio Gótico zum Casa Batlló, einem Haus, das Gaudí entworfen hat und der Natur so ähnlich wie möglich erbauen ließ, beispielweise gibt es darin keine Kanten, alles ist abgerundet. Mit dem Haus drückte er eine Legende aus: Sant Jordi, wie er einen Drachen tötete und aus dessen Wunde eine Blume wuchs. Insgesamt wurden große Teile von Barcelona durch Gaudís Modernismus inspiriert.

Dann kam das Highlight des Tages: die Sagrada Familia, das Wahrzeichen Barcelonas, eine riesige Kirche. Der Bau begann im Jahr 1882 unter der Führung Gaudís, bis zu seinem Tod im Jahre 1926 konnten vier Türme gebaut werden. Von Anfang war geplant, dass die Kirche kein Privateigentum, sondern eine Volkskirche sein sollte. Dadurch fehlte allerdings nach dem Bau von weiteren vier Türmen das Geld, um weiterzubauen. Einige Jahrzehnte später wurde dieser allerdings wieder aufgenommen, und bis 2026, 100 Jahre nach Gaudís Tod, sollen voraussichtlich weitere zehn Türme gebaut werden.

Dienstag, 08.03.2016, war neben dem Weltfrauentag auch der Tag des Schutzpatrons der Schule, Sant Ignacio. Zur Feier des Tages veranstaltete die Schule für den gesamten neunten Jahrgang eine Gimcana (eine Art Stadt-Rallye), bei der wir einige Aufgaben in der Stadt zu lösen hatten und diese somit näher kennenlernten. Das war sehr ermüdend.

Am Mittwoch, dem vorletzten Tag, besuchten wir den Parque Güell, der auch von Gaudí entworfen wurde. Das Wahrzeichen davon ist ein Salamander, und die Aussicht dort hat uns allen sehr gefallen. Danach fuhren alle zusammen in die Stadt und nach dem Essen teilten wir uns auf, um noch ein paar Geschenke für alle zu besorgen.

Am Donnerstag war leider auch schon der letzte Tag gekommen. Der Abschied von der Gastfamilie fiel uns allen schwer, da wir alle sie in der kurzen Zeit sehr ins Herz geschlossen hatten. Noch bevor wir zum Flughafen fuhren, wanderten die deutschen Schülerinnen und Schüler zum CosmoCaixa in der Carrer d´Isaac Newton (Isaac-Newton-Straße), einem interaktiven naturwissenschaftlichen Museum, das eines der angesehensten in Europa ist. Es war ein interessanter Ausflug!

Dann kam der Abschied von unseren Austauschschülerinnen und -schülern. Es war sehr traurig und wir hoffen alle, dass wir uns sehr bald wiedersehen können ... Für manche ist das vielleicht schon in Planung.

Wenn man uns fragt: Wir alle würden die Woche noch einmal erleben wollen und wir empfehlen den Austausch wärmstens weiter!