20170714 01Am Freitag durften wir uns bereits nach der zweiten Stunde mit Frau Engelmayer-Colcuc auf den Weg zur Rudolf-Oetker-Halle machen, um an der Generalprobe eines Konzertes der Bielefelder Philharmoniker mit der bekannten jungen Cello-Solistin, Marie-Elisabeth Hecker, teilnehmen zu können. Dort wurden wir ganz freundlich von der Konzertpädagogin Frau Britta Grabitzky empfangen. Sie erzählte uns, dass die Bielefelder Konzerthalle für eine sehr gute Akustik bekannt sei. Viele von uns sind zum ersten Mal hier und sehr gespannt.

Mit Frau Grabitzky müssen wir hinter der Tür zum großen Saal etwas warten, sie gibt uns ein Zeichen, ganz leise zu sein, da das Orchester noch an einem sehr modernen und komplizierten Werk von George Benjamin probt. Wir lauschen aufgeregt, dann dürfen wir endlich hinein und auf dem Balkon ganz vorne, direkt neben der Bühne, Platz nehmen. Ein Spitzenplatz, denn von hier kann man alle Instrumente gut sehen. Nach einer kleinen Pause des Orchesters tritt Frau Hecker mit ihrem Cello auf die Bühne und spielt das Konzert für Violoncello und Orchester von Joseph Haydn in C-Dur mit den Bielefelder Philharmonikern zusammen. Sie spielt ganz ohne Noten und hat dabei oft ihre Augen geschlossen, um sich besser konzentrieren zu können, wie sie uns später verrät.

Nach der Generalprobe hat sie sich für uns eine halbe Stunde Zeit genommen und im kleinen Saal ein Interview gegeben. Sie war sehr nett, eigentlich ganz normal, und hat alle unsere Fragen beantwortet und sogar verraten, dass sie auch als Profi im Konzert immer noch Lampenfieber hat. Am Ende hat sie jedem von uns ein Autogramm gegeben, darüber haben wir uns sehr gefreut. Danach sind wir wieder mit der Bahn zur Schule und von dort nach Hause gefahren. Für uns Fünftklässler, natürlich ganz besonders für uns vier Cellisten der Streicherklasse, war der Besuch eine tolle Erfahrung.