Forschen – Entdecken – Staunen Der 2. Naturwissenschaftstag am Ceciliengymnasium

Am 18.03.2011 war es soweit, in vielen verschiedenen Workshops boten die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen unter Aufsicht ihrer Fachlehrer den fünften und sechsten Klassen ein umfangreiches Programm rundum die verschiedenen Fachbereiche der Naturwissenschaften.

Die Jahrgangsstufe 9 hatte sich in den Unterrichtsstunden intensiv auf diesen besonderen Tag vorbereitet. Dabei stand nicht nur das Lernen im Vordergrund, sondern auch der Spaß. Durch unterschiedliche Experimente und Aufgaben bekamen die Schüler der Unterstufe einen ersten Eindruck von der Vielfalt der Naturwissenschaften.

Wahlzettel für den NW-Tag 2011Innerhalb der naturwissenschaftlichen Räume des Ceciliengymnasiums konnte an diesem Tag eifrig geforscht werden. Die Schüler der Unterstufe konnten im Vorfeld aus zehn verschiedenen Workshops wählen, die im Bereich Biologie, Informatik, Physik, Mathematik und Chemie lagen. Dabei luden diese nicht selten zum Staunen ein.

In der „Welt der Sinne“ ging es um die menschlichen Sinneswahrnehmungen und deren Täuschungen. Dabei traten von Seiten der Unterstufenschüler ständig neue Fragen auf: „Warum schmeckt ein Lebensmittel anders, wenn es verfärbt ist?“ oder „Wie schmecke ich überhaupt etwas?“ Zur Beantwortung dieser Fragen standen ihnen die Schüler der 9. Klassen zur Seite.

Testen der SinneAuch im Workshop „Experimente rund um die Ernährung“ ging es dabei um ein Sinnesorgan – die Zunge. Mit Gummibärchen und Co. wurden nicht nur versteckte Aromen identifiziert, sondern auch Nährstoffe nachgewiesen

Bau von InsektenhotelsBesonders um das Lebensmittel Milch ging es im gleichnamigen Forschungsprojekt. Ob als Lebensmittel, Beauty-Produkt oder Erdölersatz, hier waren die Möglichkeiten breit gefächert. So wurden Lebensmittel und Produkte eigenständig erzeugt und hier durfte jeder natürlich auch probieren. Ebenfalls aus dem Fachbereich Biologie, aber dennoch gänzlich anders wurde im Workshop „Insekten suchen ein Zuhause“ gearbeitet. Hier bohrten und schraubten die Schüler gemeinsam an Häusern für Nutzinsekten. Dabei war vor allem wichtig herauszufinden, welchen Lebensraum welches Tier bevorzugt.

Gemeinsames Programmieren von LegoroboternUm „künstliches Leben“ ging es im Workshop „Robotik“, in dem die Schüler in die Programmierung von Kleinrobotern eingeführt wurden. An diesem Projekt hatten die Schüler der 9. Klassen etwa einen Monat gearbeitet und programmiert. Die Resultate konnten die Schüler der Unterstufe dann selbst testen und eigene Kreationen entwickeln. Unter der Fragestellung: „Was soll mein Roboter noch können?“ programmierten die Schüler selbst und zeigten hierbei nicht nur Geschick, sondern auch Kreativität.

Selbst gemachte Plakat mit ExperimentIn „Faszination Physik“ und „Physik aus dem Küchenschrank“ ging es um Experimente rund um den Fachbereich Physik. Mit Wunderkerzen, Spülmittel und Eiern wurden Haushaltsprodukte einmal umfunktioniert und zur Ermittlung von physikalischen Phänomenen genutzt. Diese riefen immer wieder Verwunderung bei den Schülern hervor: „Wie kommt es, dass Wunderkerzen unter Wasser brennen?“ oder „Warum wird ein verkohltes Ei plötzlich silberglänzend?“ Selbst gemachte Plakate und die Schüler der neunten Klassen hielten für diese Fragen Antworten bereit und führten ihre jüngeren Mitschüler durch die Experimente.

In mühsamer Kleinarbeit hergestellter Tetraeder Im Workshop „Tetraeder und Co.“ ging es, wie der Name bereits verrät, um eine ganz besondere Form der Geometrie. So bastelten die Schüler mit ihren Betreuern bunte Tetraeder und starteten einen Rekordversuch: Man wollte hoch hinaus und 1024 Tetraeder zu einem Großen vereinen.

Das Fach der Mathematik wurde auch im Workshop „Denksportaufgaben“ präsentiert. Hier gab es unzählige Knobelaufgaben aus den Känguruwettbewerben der letzten Jahre, die von den Schülern gelöst werden sollten.

Feuer und FlammeIm Fach Chemie war man an diesem Tag „Feuer und Flamme“. So gab es viele Versuche rund um das Feuer und die Zusammenhänge mit Sauerstoff. Dabei kam es zum Schluss sogar zu beeindruckenden Explosionen in spannenden Experimenten, die von den Fachlehrern u. a. in Assistenz von Schülern ausgeführt wurden. Anschließend wurden hierbei nicht nur Urkunden an die jungen Teilnehmer des Workshops verteilt, sondern auch an deren Betreuer.

Immer wieder sah man an diesem Tag die begeisterten Gesichter der „kleinen Forscher“. Und dabei experimentierten und lernten sie nicht nur etwas über die verschiedenen Fachbereiche, sondern hatten auch eine Menge Spaß am gemeinschaftlichen Lernen und am eigenständigen Hinterfragen. Auch ihre Betreuer profitierten von diesem einzigartigen Tag, denn nun konnten die Schüler der neunten Klassen prüfen, ob sie ihr eigenes Wissen anderen vermitteln und Fragen fachbezogen beantworten können.

Damit war der 2. Tag der Naturwissenschaften nicht nur aus den Augen der Forschenden ein voller Erfolg.