Am 26.06.2026 und am 02.07.2026 verbrachten der Diff-Spanischkurs der Jahrgangstufe 10 des Ceciliengymnasiums und der Spanischkurs des Helmholtz-Gymnasiums zwei gemeinsame Projekttage. Ziel war es, sich kennenzulernen und eine Grundlage für die Zusammenarbeit in der Oberstufe zu schaffen sowie sich thematisch mit Lateinamerika zu beschäftigen und Berichte aus erster Hand zu erhalten.
Am ersten Projekttag besuchten drei Freiwillige vom Welthaus das Ceciliengymnasium, die ihre Erfahrungen aus Peru, Mexiko und Nicaragua mitbrachten. Sie berichteten von kulturellen Unterschieden und persönlichen Erlebnissen und gaben den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mehr über das Leben in Lateinamerika zu erfahren. Anschließend wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen aufgeteilt und konnten zwei der Freiwilligen in persönlichen Gesprächsrunden näher kennenlernen. Berichtet wurde unter anderem von dem sozialen Projekt des Freiwilligen aus Peru, der im Rahmen des Freiwilligendienstes „Weltwärts“ des Welthauses nach Deutschland gekommen ist. Auch gab es aber Platz für gemeinsames Singen und das Erlernen lateinamerikanischer Lieder mit dem Freiwilligen aus Nicaragua.
Den Abschluss des ersten Projekttages bildete ein gemeinsames Picknick mit mitgebrachtem Essen, was ebenfalls die Möglichkeit bot, noch einmal ins Gespräch zu kommen.
Am zweiten Projekttag wurde am Helmholtz-Gymnasium inhaltlicher gearbeitet: Die beiden Kurse trafen sich mit einer Vertreterin des Welthauses, um über soziale Ungerechtigkeiten in Lateinamerika zu lernen. Angefangen wurde mit einem Einstieg, bei dem verschiedene Länder aus Südamerika auf einer Karte einsortiert und Begriffe gesammelt wurden, die Indikatoren von sozialen Ungleichheiten darstellen.
Anschließend fand auf dem Schulhof ein interaktives Planspiel statt, bei dem jede Schülerin und jeder Schüler eine Rollenkarte zugeteilt bekam und Fragen zur Hygiene und Wasserversorgung gestellt wurden. Je nachdem, ob die Schülerinnen und Schüler auf die Fragen entsprechend ihren Rollenkarten mit „Ja“ oder „Nein“ antworten konnten, machten sie einen Schritt nach hinten oder einen nach vorne. Durch die anschließende Auswertung und Reflexion der Schülerinnen und Schüler wurde jedem und jeder bewusst, wie unterschiedlich die Lebensbedingungen weltweit sind und wie wenig selbstverständlich die für uns zum Alltag gehörenden Aspekte wie etwa fließendes Wasser sind.
Zum Abschluss trafen sich die Schülerinnen und Schüler wieder im Klassenraum und erarbeiteten in Gruppen Erfolgsgeschichten von Menschen, die sich in südamerikanischen Ländern für Umwelt- und Sozialthemen eingesetzt haben und durch ihr Engagement bedeutende Veränderungen bewirken konnten.
Die beiden Projekttage boten den Spanischkursen nicht nur die Gelegenheit, sich einander anzunähern und kennenzulernen, sie waren auch thematisch vollgepackt mit vielen Informationen über Lateinamerika, zusammengestellt aus eigenen Erfahrungsberichten und dem eigenständigen Erarbeiten der Schülerinnen und Schüler. Dies ermöglichte ihnen vielfältige Perspektiven und einen Blick über den Tellerrand, der häufig auf die Grenzen des eigenen Landes beschränkt ist.