Vom 11.3-14.3.2015 war ich zum zweiten Mal in Bremen. Dieses Mal musste ich jedoch nicht darum bangen, ob ich wieder zum IFAM (Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung) zurück durfte, denn ich bin eine der zwölf glücklichen Schüler/innen, die an dem Fraunhofer MINT-EC-Chemie-Talents Programm 2014 -2016 teilnimmt. Als ich dort in der Jugendherberge ankam, war ich total gespannt, wer sonst noch dabei sein würde. Insgesamt sind wir sechs Jungen und sechs Mädchen aus ganz Deutschland. Wir haben uns alle auf Anhieb super verstanden und waren dann auch sehr gespannt, was uns die nächsten Tage am Fraunhofer Institut erwarten würde.
Am Montag gings für uns nach dem gemeinsamen Frühstück in der Herberge früh los zum IFAM. Dort wurden wir erst herzlich begrüßt , um anschließend "Input" über Klebstoffe und deren verschiedenen Verarbeitung, Eigenschaften usw. zu erhalten. Nach jeder Präsentation gab es im Labor Einheiten, in denen wir unser zuvor erlangtes theoretisches Wissen anwenden und festigen konnten. Das hat sehr viel Spaß gemacht, obwohl präzises, sauberes und ordentliches Kleben echt nicht einfach ist. Je mehr Übung wir hatten, desto besser wurden unsere Klebungen, was man an den verbesserten Testergebnissen beobachten konnte. Übung macht ja bekanntlich den Meister.
Wir lernten nicht nur vieles neues über Fügetechniken, sondern lernten auch einen ganz neuen Bereich kennen nämlich den der Faser-Verbund-Kunststoffe, kurz FVK. Dies war für uns alle höchst interessant, weil dieses Gebiet, der FVK, uns bis dahin größten Teils unbekannt war. Als wir dann unsere eigene Kunststoffplatte aus Fasern und Matrix herstellen durften, waren wir mit voller Eifer dabei und von unseren verschiedenen Endprodukten begeistert. Meine Gruppe verarbeitete Flachsfasern (eine Naturfaser). Diese Kombination gab uns viele Ideen wie man die FVK Herstellung nachhaltiger gestalten könnte. Aber nicht nur Ideen hat uns dieses Projekt gebracht, sondern auch die Möglichkeit gegeben, von uns zu behaupten, selbst FVK hergestellt zu haben. Und das ist schon was :)
Abends waren wir von dem vielen neuen Stoff total erschlagen, als wir in die Herberge zurückkehrten. Trotzdem reichte unsere Kraft dennoch für ein oder zwei manchmal auch drei Billard Partien aus. Wir hatten einen riesen Spaß daran.
Durch dieses Programm habe ich sehr viel gelernt und was wahrscheinlich noch wichtiger ist, neue Freunde in ganz Deutschland gefunden. Es war eine der besten Entscheidungen überhaupt mich für dieses Programm anzumelden. Ihr solltet die Chance, die euch durch die Zugehörigkeit der Schule zu MINT-EC geboten wird, auf jeden Fall nutzen, denn es lohnt sich bei MINT-EC Aktionen mitzumachen!