| Nahariya-Austausch 2010 |
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| Geschrieben von Mercedes Klein, Pia Seidenberg und Victoria Stupnikow | |||||||||||||||||||||||||||
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I Am Dienstag, 21.09.2010, war es endlich soweit. Nach monatelangem virtuellen Kontakt, trafen wir uns schließlich persönlich. Einige der deutschen Schüler fuhren um 4 Uhr morgens zum Flughafen nach Amsterdam, um die Israelis zu empfangen. Mit Bannern, Luftballons und vielen Umarmungen wurden die Israelis willkommen geheißen. Nach der Ankunft in Bielefeld um ca. 15 Uhr klang der erste Tag entspannt in den Familien aus.
Bei strahlendem Sonnenschein durften die Israelis die Sparrenburg besichtigen, während wir zu unseren Schulen zurückkehren mussten.
Nachmittags trafen sich fast alle Teilnehmer des Austausches zum vergnüglichen Beisammensein im Erlebnisbad Ishara. Für die Eltern und Lehrer gab es am Donnerstagabend die Möglichkeit zum Austausch.
Am Folgetag (Samstag, 25.09.) trafen wir uns um 7.00 Uhr in der Früh am Gymnasium Heepen. Nachdem auch die vergessenen Pässe schnell geholt waren und der Bus kam, konnten wir Richtung Weimar/Buchenwald losfahren.
Nach einer Begleitung in englischer Sprache hielten wir gemeinsam die Gedenkfeier ab. Diese war sehr emotional und ergreifend.
Im Anschluss fuhren wir in die schöne Jugendherberge in Weimar, wo wir einen guten gemeinsamen Abend verbrachten. Am Sonntag, 26.09., bekamen wir einen kleinen Einblick in die Sehenswürdigkeiten der Kulturstadt Europas, indem wir durch einen Park gingen, das Schloss und die darin untergebrachte Kunstsammlung besichtigten und das Mittagessen in der Innenstadt einnahmen.
Daraufhin fuhren wir weiter nach Berlin. Unsere Jugendherberge befand sich in der 4. Etage eines ehemaligen Fabrikgebäudes. Ohne Aufzug hievten wir unsere scheinbar zentnerschweren Koffer hinauf. Ohne jegliche Verschnaufpause nahmen wir unser Abendessen im gegenüberliegenden Restaurant ein, um danach zum Friedrichstadt-Palast zu fahren. Dort genossen wir die Revue Yma – zu schön, um wahr zu sein, ein beeindruckendes Stück bestehend aus Elementen von Gesang, Tanz, Live-Musik, Akrobatik, Comedy und ausgereifter Technik. Am Abend fielen wir in höchstem Maße erschöpft in die Betten. Um 9 Uhr am Montagmorgen (27.09.) startete eine interessante Sightseeing-Tour durch Berlin. Die Stadtführerin verfügte über eine bemerkenswerte Kompetenz und konnte ihr Wissen sehr gut und interessant weitergeben. Wir sahen Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise das Charlottenburger Schloss, aber auch Spuren der Teilung der Stadt und das Brandenburger Tor.
Auch das Denkmal für die ermordeten Juden Europas besuchten wir.
Nach dem Mittagessen stand der Besuch des Jüdischen Museums an, in dem wir uns für verschiedene Führungen entscheiden konnten.
Am Dienstag, 28.09., fuhren wir mit dem Bus zum Berliner Dom. Von dort aus besichtigten wir in Gruppen unterschiedliche Museen (Pergamon-Museum, Deutsches Historisches Museum, Alte Nationalgalerie). Auch an der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße kamen wir vorbei.
Anschließend bekamen wir die Möglichkeit, in einer Shopping-Mall einkaufen zu gehen, was die meisten begeistert in Anspruch nahmen. Für den Abend hatten einige Leute eine Geburtstagsparty für ein israelisches Mädchen vorbereitet, welche am zweiten Tag in Deutschland Geburtstag hatte.
Mittwoch, 29.09., unseren letzten Tag in Berlin verbrachten wir am Wannsee und dem anliegenden Park.
Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Bielefeld, wo wir um 21.00 Uhr am Gymnasium Heepen ankamen und zu Hause sogleich erschöpft ins Bett fielen. Am Donnerstag (30.09) hieß es für die deutschen Teilnehmer seit langer Zeit wieder in die Schule zu gehen, während die israelischen Gäste einen Tagesausflug nach Detmold mit einem Besuch des Freilichtmuseums machten. Im Anschluss wollten die meisten Israelis wieder einmal shoppen gehen, da dies in Detmold nicht mehr möglich gewesen war… Den Abend verbrachte ein Großteil der Schüler zu zweit oder in kleinen Gruppen, um sich von den anstrengenden vorausgegangenen Tagen zu erholen. Am Freitag, 01.10., nahmen die israelischen Austauschschüler an einem Workshop „Mind meets Mechatronik“ bzw. „Die Welt der Kunststoffe“ an der Fachhochschule Bielefeld teil. Nach 13.30 Uhr hatten wir Freizeit bis 18.30 Uhr, die die Mehrheit nutzte, um noch einmal in die Stadt zu gehen.
Daraufhin begann die Farewell-Party, die um kurz nach 22 Uhr – sehr zum Bedauern der feiernden Schüler – endete. Der Samstag (02.10.) wurde in den Familien verbracht. Viele nutzten diesen Tag, um den israelischen Gästen die deutsche Kultur und auch andere Städte Deutschlands näherzubringen. Eine Vielzahl der Schüler traf sich am Abend noch einmal, um in einer quasi inoffiziellen Abschlussparty den Erfolg des Austausches zu feiern. Am Sonntag, 03.10., fuhren alle Teilnehmer des Austausches nach Amsterdam, um dort das Anne-Frank-Haus zu besichtigen. Nach dem Rundgang durch das Haus nutzten wir die Freizeit, um den letzten Tag in Amsterdam zu genießen. Um 16.00 Uhr stiegen wir erneut in den Bus und fuhren zum Flughafen Schiphol, um uns voneinander zu verabschieden – dem waren wir bis jetzt aus dem Weg gegangen. Da wir uns aber im April schon in Nahariya wiedersehen werden, verlief das Abschiednehmen größtenteils ohne Tränen. Abschließend lässt sich sagen, dass die Israelis uns mit ihrem leichten, fröhlichen Gemüt oft angesteckt haben, ihr Zeitverhältnis unsere Geduld jedoch gelegentlich auf die Probe stellte:-) Es entstanden schöne deutsch-israelische Beziehungen und auch einige neue zwischen den deutschen Schülerinnen und Schülern. Es waren zwei außergewöhnliche Wochen, die wir alle bestimmt nicht mehr vergessen werden und die uns mit Sicherheit in guter Erinnerung bleiben werden. Wir warten alle gespannt darauf, im April die Kultur und das Land ‚unserer‘ Israelis kennenzulernen und unsere neuen Freunde wiederzusehen!
Vor der Botschaft des Staates Israel
שלום ולהתראות
Hebräisch am Ceciliengymnasium
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